[“App” gefahren oder „app“solut überfl üssig?]

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Smartphone-Apps im Test

Die Generation Smartphone ist auch gleichermaßen die Generation App. Apps (Applikationen) sind kleine Programme, die man dem jeweiligen Betriebssystem anpassen, auf dem Smartphone installieren und zu allem Möglichen nutzen kann. Es gibt Apps zum Eierkochen, Simultanübersetzen, Fahrtenbuchschreiben, Blitzermelden, Dienstpläneverwalten, Spielen, „Facebooken“, für Office-Anwendungen, Musik, E-Books, zum Online-Shoppen und zum Sternenhimmelgucken. Und unendliche mehr. Doch welche App kann was wie gut? Welche Apps brauchen wir wirklich und welche brauchen wir nicht, sollten sie aber trotzdem unbedingt haben? Der SQUT® hat sie getestet.

Natürlich ist es quasi unmöglich, mal eben so alle, also ALLE Apps, zu testen und zu vergleichen, denn es gibt Millionen davon. Wirklich, zählt man sie zusammen, für jedes Betriebssystem, zu jedem Thema, für jeden Zweck – Millionen eben.

Und deshalb ist die SQUT®-Redaktion das Thema ganz praktisch angegangen: Alle Smartphones auf den Tisch und dann gucken wir mal.

 

Und weil es langweilig wäre, hier zu erzählen, was jeder schon weiß, haben wir die gängigen Standard-Apps wie „DeutscheBahn“, „Facebook“, „Twitter“, „Whatsapp“ und Ähnliche gleich wieder aus der Wertung genommen.

 

In einem war sich die Redaktion gleich einig: Die meisten Wetter-Apps sind murks. Bei vier verschiedenen Apps wurden zur gleichen Zeit am gleichen Standort vier verschiedene Temperaturen (keine davon die tatsächliche) und Bewölkungen angezeigt sowie vollkommen unterschiedliche Prognosen für die nächsten Tage abgegeben. Und auch kostenlose Spiele-Apps sind bei fast allen nach kurzer Zeit wieder vom Smartphone geflogen.

 

Platz 1 und damit Testsieger der Redaktion ist „Tamigo“, eine App zur Verwaltung von Dienstplänen. Diese App ist sinnvoll sowohl für den, der Dienstpläne erstellt, als auch für all jene, die sie einhalten müssen.

Der Benutzer kann als Planer zwischen verschiedenen Abteilungen wählen, den gesamten Dienstplan Tag für Tag einsehen, angebotene und nicht vergebene Schichten, genehmigte Abwesenheit im Dienstplan oder eventuelle eigene Schichten sehen, Schichtvorschläge oder Schichttausch bestätigen oder abweisen, alle Abwesenheitswünsche innerhalb der Abteilung, die eigene Abwesenheit und die Telefonliste aller Mitarbeiter einsehen.

Als Mitarbeiter kann man Tag für Tag den gesamten Dienstplan oder eine Übersicht über alle Schichten aufrufen, eine Schicht anbieten, einem Kollegen vorschlagen, die Schichten zu tauschen, sich für angebotene Schichten anbieten, Schichttausch akzeptieren oder abweisen, seine Abwesenheit sehen, Abwesenheitswünsche an den Koordinator senden, die Telefonliste seiner Kollegen einsehen. Da bleiben keine Wünsche offen!

Tamigo ist für Mitarbeiter eine kostenlose App – aber um Dienstpläne zu administrieren, bedarf es eines Vertrages. Preise sind variabel.

 

Standardpreismodell: http://www.tamigo.de/produkte.aspx

Anbieter: Tamigo (www.tamigo.de)

 

Auf Platz 2 landet „iTranslate VOICE“: Hier stehen sage und schreibe 33 Sprachen zur Auswahl, in die sowohl „hin-“ als auch auch „zurück-“übersetzt wird – also von jeder Sprache der App in jede andere Sprache der App. Lediglich Hindi, Katalanisch und Thailändisch bedürfen einer Texteingabe – das darf sich diese App aber gerne herausnehmen, wo ansonsten so gut wie der komplette europäische Raum, viele asiatische Sprachen und natürlich alle Weltsprachen (D, F, GB, Chinesisch in drei Dialekten etc.) per Spracherkennnung abgebildet werden. Die Übersetzung erfolgt sofort, wenn der gesprochene Text richtig verstanden wurde. Und genau hier hat die App ihre einzige Schwäche. Zu 100 % klappt das leider nicht immer, aber dennoch mit einer erstaunlich hohen Wahrscheinlichkeit (ca 95 %). Erforderlich ist eine Internetverbindung, was von einigen ebenfalls als Manko gewertet wurde – aber bitte – den Speicherplatz spart man sich gerne ein! Die App kostet momentan 0,89 EUR und es gibt sie auch in der abgespeckten Version nur mit Texteingabe, dafür dann kostenlos.

 

Preis: 0-0,89 EUR (nicht konstant)

Anbieter: Sonico Mobile (http://www.sonicomobile.com)

 

Auf Platz 3 befindet sich eine App, die jeder schon mal gerne zum richtigen Zeitpunkt gehabt hätte: „Blitzer.de“. Einmal gestartet, lädt die App alle stationären Blitzer aus dem Netz und aktualisiert ständig gemeldete mobile Blitzer. Auf dem Bildschirm ist ein dicker, grüner Geradeauspfeil zu sehen, der sich in ein Verkehrsschild mit der aktuellen Geschwindigkeitsbegrenzung begleitet von einem Alarmton verwandelt, sobald ein Blitzer in Reichweite kommt. Am unteren Bildschirmrand läuft dann ein Farbbalken von Grün über Gelb-orange nach Rot runter, um dann mit einem Alarm das Erreichen des Blitzers anzuzeigen. Die App hat auch eine akustische Hintergrundfunktion, sodass man nicht permanent auf den Bildschirm starren muss, um keinen Blitzer zu verpassen. Im Test wurden auf mehreren Strecken alle Blitzer fehlerfrei gemeldet. Der Nachteil liegt bei einem geradezu gigantischen Stromverbrauch. Durch die permanente Aktualisierung der mobilen Blitzer via Internet ist ein iPhone-4S-Akku nach 1,5 Stunden leer. Da hilft dann nur noch ein Autoladekabel oder langsam fahren!

 

Preis: Basisversion gratis, Pro-Version 0,79 EUR

Anbieter: Eifrig Media (www.blitzer.de)

 

Platz 4: Noch nicht so perfekt wie der Name, aber im kleinen Rahmen durchaus beeindruckend, ist „Perfect OCR“ – wie man am Namen schon erkennen kann ein Texterkennungsprogramm. Es funktioniert denkbar einfach: Text fotografieren, Textauschnitt einstellen, rechnen lassen, fertig. Anschließend lässt sich der fertige Text als PDF an die eigene E-Mail-Adresse senden oder irgendwo im Smartphone speichern. Je größer das Dokument und somit je kleiner die Schrift wird, desto fehleranfälliger die Übertragung. Aber Broschürentexte und Ähnliches funktionieren super.

 

Preis: 3,59 EUR

Anbieter: Pixoft, zb. Über Appstore

 

Die Plätze 5 und 6 werden von Gimmicks eingenommen. Diese Apps braucht kein Mensch, aber sie sind so cool, dass wir sie gleich auf mehreren Smartphones gefunden haben:

 

Platz 5: Shazam, ein Musikerkennungsprogramm. Wer hat nicht schon mal ein Lied im Radio oder in einem Film gehört und fand es so gut, dass er es gleich auf iTunes o. Ä. herunterladen wollte! Doch wie hieß denn jetzt das sensationelle Stück, oder kennt irgendjemand wenigstens den Interpreten? Kein Problem – Shazam hilft aus. App starten, vor den Lautsprecher halten (funktioniert auch, wenn das Lied auf demselben iPhone läuft) und drei bis vier Sekunden abwarten. Shazam zeigt Titel, Interpret, wenn verfügbar Videolinks auf Youtube und bietet die Möglichkeit, den neu gewonnenen Schatz auch gleich via Twitter oder Facebook der Welt mitzuteilen. Na, wenn das mal nicht für Völkerverständigung sorgt!  

 

Preis: gratis

Anbieter: Shazam Entertainment Ltd. (www.shazam.com)

 

Platz 6: Wie zu Beginn dieses Artikels angekündigt, haben wir sogar Apps entdeckt, mit denen man Eier kochen kann. Wirklich! „Eieruhr“ kann alles, was man für das perfekte Frühstücksei braucht. Als Erstes wird das Ei genau vermessen, wozu man es auf den Bildschirm legt und dann via Touchscreen einen Rahmen um das Ei „malt“. Dann legt man fest, ob das Ei hart, mittel oder weich oder irgendwo dazwischen (also stufenlos) gekocht werden soll. Ei in kaltes Wasser legen, abwarten bis es kocht und Start drücken. Auf einem kleinen Bildschirm kann nun der kleine Wissenschaftler in jedem von uns genau sehen, wie sich das Innere des Eis während des Kochens verändert. Ist der voreingestellte Härtegrad erreicht, piept die App und dann: Guten „App“etit!

 

Preis: 0,89 EUR

Entwickler: Mirko Müller, über Appstore

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